In der festlich geschmückten Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach feierte die Kfz‑Innung Oberfranken am 11. März die Freisprechung ihrer neuen Gesellinnen und Gesellen. Rund 120 der insgesamt 270 Prüflinge aus Sommerprüfung 2025 sowie Winter 2025/2026 waren der Einladung gefolgt und wurden im Rahmen eines feierlichen Festakts offiziell in den Gesellenstand erhoben. Die Prüfungsausschüsse der Innung hatten zuvor 270 Gesellenprüfungen abgenommen, von denen 256 erfolgreich bestanden wurden. Zwei Absolventen erzielten mit Noten von 1,4 herausragende Ergebnisse, zwei weitere schlossen mit der Note 1,5 sehr erfolgreich ab.
Obermeister Andreas Tröger begrüßte die anwesenden Junggesellinnen und Junggesellen, deren Familien, Ausbilder sowie zahlreiche Ehrengäste. In seiner Rede betonte er die große Bedeutung des automobilen Handwerks für die Region und hob besonders hervor, dass die Ausbildungszahlen weiterhin auf einem hohen Niveau liegen. Dass das oberfränkische Kfz‑Gewerbe weiterhin zu den beliebtesten Ausbildungsbranchen zählt, sei ein wichtiges Signal. Zudem freute er sich ausdrücklich über den steigenden Anteil weiblicher Prüflinge: Insgesamt 15 Frauen hatten in diesem Prüfungsjahr teilgenommen, sechs von ihnen konnten in Kulmbach freigesprochen werden.
Tröger würdigte die Leistungen des beruflichen Nachwuchses und sprach über die Herausforderungen und Chancen des Kfz‑Handwerks in Zeiten technologischen Wandels. Der Umbruch in der Automobilbranche sowie die zunehmende Bedeutung von Elektronik und Digitalisierung stellten hohe Anforderungen an die künftigen Fachkräfte. Gleichzeitig eröffne der Wandel neue berufliche Perspektiven. Tröger ermutigte die frisch Freigesprochenen, sich kontinuierlich weiterzubilden und die Chancen der modernen Fahrzeugtechnik aktiv zu nutzen.
Im Anschluss daran richtete Landrat Hans‑Peter Söllner ein Grußwort an die Absolventinnen und Absolventen. Er würdigte das Engagement der jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung im Handwerk entschieden haben, und betonte ihre Bedeutung für die gesamte Region Kulmbach. Abschließend bedankte er sich herzlich bei der Kfz-Innung Oberfranken, dass er jahrelang die Freisprechungsfeiern begleiten durfte.