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Tipps für umweltgerechte Entsorgung

Kleine Sünden - große Wirkung: Wer im Do-it-yourself-Verfahren die Kfz-relevanten Abfälle entsorgt, kann erhebliche Umweltschäden anrichten.
Die Experten der Kfz-Innung haben 10 Tipps zum umweltfreundlichen Entsorgen zusammengestellt.

1. Alt gegen Neu

Schon ein Liter Altöl kann eine Million Trinkwasser verunreinigen. Deshalb sollten Sie den Ölwechsel direkt fachgerecht im Kfz-Meisterbetrieb durchführen lassen. Dort wird das Altöl gesammelt und über den Altölentsorger soweit wie möglich wieder zu Frischöl aufgearbeitet.

2. Dicht ist Pflicht

Motor, Getriebe und Hinterachse können im Laufe der Zeit undicht werden und dadurch bedingt Öl verlieren. Bei einer regelmäßigen Wartung werden eventuelle Leckagen sofort beseitigt.

3. Herausfiltern

In der Regel befinden sich in alten Öl- und Benzinfiltern noch schädliche Restinhalte. Da Auslaufgefahr besteht, dürfen Sie diese auf keinen Fall in der Mülltonne oder Mülldeponie entsorgen. Denn: Von dort aus könnte die Flüssigkeit ins Grundwasser gelangen. Deshalb bringen Sie alte Filter zum Kfz-Meisterbetrieb, der sie umweltgerecht entsorgt.

4. "Chemisch gereinigt"

Motorreinigung vor der Haustür gehört zu den schlimmsten Umweltsünden, denn: bei diesem Vorgang fallen Öl- und Fettstoffe an, die in speziellen Abwasserbehandlungs-Anlagen neutralisiert werden müssen. Im Kfz-Meisterbetrieb gehören diese Anlagen zur Grundausstattung.

5. "Echt ätzend"

Autobatterien enthalten ätzende Schwefelsäuren und giftiges Bleisulfat. Hausmüll oder Natur sind aus diesem Grunde die absolut falschen Entsorgungsstellen. Im Kfz-Meisterbetrieb werden alte Batterien gesammelt und an ein Entsorgungsunternehmen weitergeleitet.

6. Es geht rund

Abgefahrene oder defekte Reifen werden in der Werkstatt gesammelt und weiterverwertet. Ein Teil der Altreifen wird runderneuert oder auch zu anderen Gummiprodukten wieder aufgearbeitet. Sie sollten also nie im Wald entsorgt werden.

7. Die richtige Einstellung

Ein falsch eingestellter Motor kann doppelt so viel Kohlenmonoxid-Ausstoß verursachen wie ein korrekt gewarteter. Kat, Lambda-Regelung und Motorelektronik sollten regelmäßig in der Werkstatt gecheckt werden, um die Abgasemissionen so gering wie möglich zu halten.

8. Prima Klima

Kältemittel aus defekten Klimaanlagen auf Basis von FCKW sind regelrechte "Ozonkiller". Regelmäßig gewartete Geräte sind für die Umwelt ungefährlich. Im Kfz-Meisterbetrieb ausgetauschte FCKW werden umweltgerecht recycelt.

9. "Ausgebremst"

Auch Bremsflüssigkeit gehört nicht in den Gully, sondern muss in der Fachwerkstatt gesammelt und an einen autorisierten Entsorger weitergegeben werden. Außerdem: Arbeiten an sicherheitsrelevanten Teilen gehören in jedem Fall in die Hände des Fachmannes.

10. Ende und Anfang

Laut einer Umfrage des Deutschen Kfz-Gewerbes nimmt ca. die Hälfte aller Betriebe Altautos kostenlos entgegen. In Deutschland gibt es mittlerweile 16.000 anerkannte Altauto-Annahmestellen, 1.000 anerkannte Verwertungs- sowie 57 anerkannte Shredderbetriebe. Lange Wege müssen also nicht gefahren werden, um den fahrbaren Untersatz endgültig loszuwerden.