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Freisprechungsfeier der KFZ-Innung Oberfranken

Das Kfz-Gewerbe von Oberfranken hat bei der Freisprechungsfeier in der Stadthalle von Kulmbach 165 frischgebackenen Gesellen ihre Zeugnisse überreicht.

Begleitet von Eltern und Vertretern der Ausbildungsbetriebe war die Stadthalle mit mehr als 300 Besuchern gut gefüllt. Der beste Kfz-Mechatroniker Oberfrankens kommt aus dem Prüfungsbezirk Wunsiedel. Sebastian Zwerenz aus Tirschenreuth absolvierte seine Ausbildung im Autohaus J.B. Lell und erreichte mit der Gesamtnote 1,40 das Prädikat "Sehr gut". Der Prüfungsbeste dankte im Namen der Junggesellen allen Meistern, Lehrern, Kollegen sowie den Unterstützern aus Familie und Freundeskreis für ihren Beistand.

Die Prüfungsbesten Sebastian Zwerenz , Autohaus J.B. Lell, Wunsiedel (Note 1,40) Valentin Bär , Auto-Müller, Hof (Note 1,7) Johannes Renk , Kfz-Künzel, Naila (Note 1,9) Fabian Weber , Firma Wedlich, Kulmbach (Note 1,9) Maximilian Hanke , Motor-Nützel, Hof (Note 1,9). Drei der weiteren Prüfungsbesten lernen in Betrieben in Naila und Hof: Valentin Bär, Johannes Renk und Maximilian Hanke haben ebenfalls einen Abschluss mit einer Eins vor dem Komma und gehören mit Sebastian Zwerenz zu den "Top Fünf".

"Insgesamt haben 181 Lehrlinge an der Gesellenprüfung teilgenommen, das Ergebnis ist hervorragend - 165 haben bestanden", berichtete Helmut Zolleis, der als Stellvertreter für den an der Stimme erkrankten Innungsobermeister Andreas Tröger am Rednerpult eingesprungen war. "Besonders freut uns, dass acht neue weibliche Fachleute zum Kreis der Gesellen gehören." Aus dem Prüfungsbezirk Hof-Selb-Wunsiedel haben zwei Frauen und 30 junge Männer ihre Gesellenprüfung absolviert. "Ab heute zählen Sie zum Kreis der Profis in unserer automobilen Welt", betonte Zolleis. Gleichzeitig bedeute die Qualifikation zum Gesellen auch, dass nun höhere Ansprüche von Vorgesetzten und Kunden gefordert würden. Zudem fordere die rasante automobile Entwicklung die permanente Bereitschaft zur Weiterbildung. "Die nächsten zehn Jahre stehen für einen Quantensprung in der Automobiltechnik", blickte der stellvertretende Obermeister voraus.

Karl-Peter Wittig, Vizepräsident der Handwerkskammer für Oberfranken, unterstützte den Appell des Obermeisters und betonte, dass eine zunehmende Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Techniken die Mitarbeiter in der Automobilbranche fordere. "Seien Sie mit dabei und bleiben Sie am Ball", ermunterte Wittig die Junggesellen, das vielfältige Fortbildungsangebot zu nutzen. Der Vizepräsident verwies stolz auf 680 Betriebe in Oberfranken, die in der Kfz-Innung organisiert seien. "Hier achten verantwortungsbewusste Fachleute auf die Entwicklung unseres Nachwuchses. Zurzeit bilden sie etwa 1100 junge Menschen zu Automobilfachleuten aus."

Als Vertreter der Stadt Kulmbach sowie in seiner Funktion als Bezirkstagspräsident gratulierte Oberbürgermeister Henry Schramm den Junggesellen und erinnerte an die Entwicklungsgeschichte des Automobils: "133 Jahre ist es her, als Carl Benz das erste Auto vorstellte", sagte Schramm und bezifferte den aktuellen Fahrzeugbestand weltweit auf eine Milliarde. Der stellvertretende Kulmbacher Landrat Jörg Kunstmann betonte, dass es für das Handwerk eine erfreuliche Veranstaltung sei, wenn wieder 165 neue Fachkräfte die Versorgung der Autofahrer sicherstellten. "Sie helfen unserer Gesellschaft, ihre Mobilität aufrechtzuerhalten."

Bericht: Frankenpost Hof/Lothar Faltenbacher